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Zalando

Thursday, November 18th, 2010

Wenige Internetunternehmen haben in Deutschland so schnell derartige Benkanntheit erlangt. Zalando braucht man fast niemandem mehr zu erklären. Obwohl Zalando ja mehr ist als ein ausschließlicher Schuhversender. Gut hat man das Sonderposten-Club Geschäft integriert. Und Textilen traut man sich auch bei Zalando zu bestellen.
Insgesamt erkennt man die Generalisten-Ansatz á la Amazon. Eigentlich nur noch eine Frage der Zeit das Zalando ein Marktplace-Model anbietet.

Wer sich also für den Geschäftserfolg von Zalando interessiert und auch die Risiken kritisch beäugt sollte folgende Blog´s auf jeden Fall gelesen haben: Exciting Commerce – Zalando

Mailorderportal.de – Zalando

und dort vielleicht mitdiskutieren.

Ich jedenfalls beobachte die Entwicklung weiterhin mit großer Spannung. Den vielfach erwarteten Exit an Amazon sehe ich allerdings nicht. Mit Tengelmann hat man eigentlich schon genug “altes” Geld an Bord, welches sich durchaus an diesem Web-Erfolg, egal wie teuer erkauft, erfreuen kann. Vielleicht wäre noch ein Börsengang möglich, allerdings wartet der Kapitalmarkt in Deutschland nicht wirklich auf Handels-AG´s.

Wir werden sehn.

Florian

MeinPaket.de – Post´s 2. Versuch

Friday, August 20th, 2010

Für den kommenden Herbst gibt es ein neu angekündigtes Shoppingportal. Soweit nicht´s besonderes. Wenn man aber den Urheber kennt, nämlich die DHL, dann lässt das schon aufhorchen. Denn wie wir wissen, lässt der durch Briefmonopol finanziell gestärkte Post-Konzern sicher keine Jolle zu Wasser. Das wird ein richtiges Schiff.

Das Portal wird MEINPAKET heißen und unter www.meinpaket.de zu erreichen sein. Ich bin sehr gespannt wie dieser Versuch, zurück in´s Internetgeschäft zu kommen, ausgeht. Ist mir doch noch das kläglich Siechtum des Internet-Portals EVITA fest im Hinterkopf verankert. (Heute eine der vielen Pangora Preisvergleichsseiten.)

Jedenfalls hat der riesige Erfolg der AMAZON-Marktplatzfunktion die Herrschaften in Bonn zur Nachahmung motiviert. Mit der Besonderheit, sich nur an DHL versendende Versender und Onlineshop´s zu richten. Wie bei anderen Portal-Modellen auch, wird die Zahlungsabwicklung über DHL erfolgen. Das Zahlungsrisiko liegt also bei meinpaket.de. Dafür werden natürlich auch ordentlich Transaktionsgebühren fällig, aber das kennt man ja schon von den anderen Anbietern.

Ansonsten will man besonders die Packstation-Kundschaft ansprechen und auf das Portal hinweisen. Darüber hinaus wird im nächsten Jahr ein großes Marketingfeuerwerk abgefeuert, was bei der Urheberschaft auch zu erwarten ist. Offen bleibt, ob der Postkonzern diesmal genug Geduld aufbringt bis das Projekt zu einem Erfolg geführt ist, oder ob man wieder nur nach kurzfristigen Börseninteressen handelt.

Wir werden sehen.

Florian

Endlich gibt´s Lebensmittel im Internet zu kaufen!

Friday, July 2nd, 2010

Wie bei deutsche-Startups gut aufbereitet zu lesen ist, nimmt man sich nun endlich wieder dem Thema Online-Verkauf von Lebensmitteln im Internet an. Amazon startet mit einem Partner-Konzept in den Markt und die auch im Internet erfolgreiche Otto-Gruppe denkt über einen Wiedereinstieg in das Lebensmittel-Versand-Thema nach. Natürlich gab es in Deutschland schon einige erfolgreiche Unternehmen, wie im deutsche-startups-Beitrag gut dargestellt. Doch waren diese Konzepte auf Nischen ausgerichtet. Ein ordentliches Vollsortiments-Konzept fehlte hingegen. Kein Wunder, birgt so ein Lebensmittel-Vollsortiment-Startup doch einen enormen Kapitalbedarf, der in Zeiten von Basel II und Börsengangangs-Flaute schwer zu finanzieren ist. Investitionen von Einzelhandelsmarktgrößen in dieses Sortiment schieden und scheiden auch aus, da die Parameter so gänzlich andere sind als auf der Fläche (deutlich höhere Investitionen in Lagerbestand, Logistik, Forderungen und an ganz neues Thema, in Retouren und Zahlungsausfälle).
Nun gut, über eine Dekade ist es her, dass Webvan in den U.S.A. mit einem guten, gewagten Konzept auf Kundenfang ging, um dann am ängstlich ausgestrecktem Arm der Finanzmärkte (Banken wie Aktionäre) beklagenswerter weise zu scheitern. Heute ist die Domain www.webvan.com natürlich in den Händen vom E-Commerce-Alleskönner Amazon.
(Hier ein Wikipedia-Eintrag zu Webvan: http://en.wikipedia.org/wiki/Webvan)
Zurück in die Gegenwart. Amazon starte also mit Lebnsmitteln. Ein sehr interessanter Markt, besonders wenn man das Vertrauen des Konsumenten gewonnen hat. Immer wiederkehrender Bedarf macht das Lebensmittelgeschäft als solches attraktiv. Die Umstrukturierungen des Flächenhandels zu Schmalsortiment-Discountern wird die Vorteile des Longtail-Angebotes im Online-Versand klar zur Geltung bringen. Außerdem wird die Angebots-Ausdünnung des klassischen Einzelhandels auf dem Lande und in einigen Stadtbezirken zu starker Nachfrage führen. Fraglich ist nur, wie profitabel oder unprofitabel solche Regionen zu bedienen sind. Sicher ist, die stark verbesserte Logistik der Paketdienstleister macht so einige Versandkonzepte realisierbar, die noch vor 10 Jahren in Deutschland undenkbar waren.

Ein Frage bleibt für mich noch. Wie geht der Versender mit dem Widerrufsrecht um. Wie sieht z.B. frischer Basilikum nach 14 Tagen in der Retoure-Abteilung aus?

Gute Zeit!
Florian