Archive for the ‘Meinung’ Category

zalando – Dauerlauf oder Sprint?

Thursday, April 14th, 2011

Eine unglaubliche Story rund um zalando

Jeder Bundesbürger, egal ob Internetkäufer oder nicht, ob Schuh- und Modeinteressiert oder nicht, sollte zalando mittlerweile kennen. Einen Werbedruck ungekannten Ausmaßes initiiert von einem cleveren Marketing Team und unterstützt von einem weitsichtigen und potenten Investoren-Team, ergoss Zalando über das Land. Mit dem Erfolg dass nicht nur Werbefiguren extatisch schreien sondern auch Postboten stöhnen und ächzen unter der Paketlawine von heiß erwarteten Schuhen und Röcken.
Diese Wachstumsstory anzustoßen ist für sich genommen schon beeindruckend, funktionierende Logistik-, Kundenservice- und Strategieprozesse an den Start zu bringen fordert weiteren Respekt hier den aktuellen Beitrag Das ganze Geschäftmodell in dieser Geschwindigkeit und mit Vehemenz nun auch noch international auszurollen wie es momentan im Gange zu sein scheint, siehe hier den aktuellen Beitrag von Deutsche-Startups.de
http://www.deutsche-startups.de/2011/04/14/zalando-export-geht-weiter-rocket-startet-ableger-in-brasilien-und-russland/
Nun wird in Windeseile Land um Land mit dem Zalandogefühl und entsprechenden Shoppinseiten beglückt, auch wenn sie hier und da einen anderen Namen tragen.
Ich meine man kann von dieser fullminanten Entwicklung eine menge lernen, und glaube das die Story auch weiterhin viel Gesprächsstoff liefert.
Allerdings bin ich auch sehr darauf gespannt, wie nachhaltig die Entwicklung dieser Ecommerce-Hubs sein wird und wie lange es dauert bis man im ersten Step auf Landesebene ein profitabeles Geschäft aufgebaut haben wird. Vielen Mitarbeitern von Zalando & Co. wäre es jedenfalls zu wünschen, dass es sich bei der Unternehmung um einen Dauerlauf statt um einen Sprint handelt.

MeinPaket nun im Radio

Thursday, April 14th, 2011

Zu Ostern will der gelbe Riese nochmal sein Online-Experiment Meinpaket.de mit Schub nach Vorn bringen. Jedenfalls haben wir soeben Radio-Werbung von Meinpaket gehört. Hoffentlich bekommt Meinpaket etwa genau soviele Werbegelder wie der EPost-Brief. Das könnte dann helfen dieses Portal vorran zu bringen.
Der Weg ist allerdings noch weit. Bekanntheitsgrad ist gefühlt noch bei Null. Die bedingt aussagekräftigen Alexa-Zahlen führen Meinpaket noch bei Pos, ca. 22700. Zum Vergleich, das ähnlich unbekannte Portal Tradoria liegt bei Pos. 4900 und Yatego bei 3400.
Da wir für eines unserer E-commerce Projekte einige Zeit in die Meinpaket-Schnittstelle investiert haben, wäre hier nun ein wenig mehr Traffic und Umsatz wünschenswert. Vielleicht hilft ja die Radio-Offensive. Ligatus-Anzeigen konnten es jedenfalls bisher nicht richten.

Hoffen wir also weiter.

Kurze persönliche Rückschau 2010

Thursday, January 6th, 2011

Ein unglaubliches Jahr ist nun vergangen. Viel Arbeit und sichtbare Erfolge konnte ich verzeichnen.
Meine Web-Strategie scheint aufzugehen.

1. Im ersten Quartal waren wir mit dem Umbau des neuen Wildnissport-Hauptstandortes in Suderburg befasst. Hier hat unser Web-Unternehmen nun eine neue, oder viel besser “die” Heimat gefunden. Oft denke ich an unsere Anfänge nach. Dafür brauchte es nur 3 qm vor dem Kamin und eine gute Flasche Rotwein. Der nächste Standort war dann schon das 10 qm Obergeschoss eines Treppenspeichers. Dann noch 2X umgezogen und nun sind wir hier auf über 1400 qm Büro- und Lagerfläche mit über 20 tatkräftigen Teammitgliedern. Was für eine Reise.

2. Im zweiten Quartal dann der Umzug mit dem gesamten Betrieb, unter voller Last. Außerdem das Warenwirtschaft-System nochmal “neu” eingeführt. Umstellung sämtlicher Prozesse.

3. Dann die Weiterführung der kontinuierlichen Verbesserungsprozesse. Mit meinen Schwerpunkten, Optimierung von –
Conversion-Rate, SEM, email-Marketing, CRM / ERP, Finanzstruktur.

4. im vierten Quartal stand alles im Zeichen der Bewältigung des enormen Wachstums im Weihnachtsgeschäft.

Für meine Aktivitäten als Affiliate und als Merchant im Partnerprogramm blieb da leider wenig Zeit. Trotzdem habe ich meine Kenntnisse als Affiliate über den Finanzbereich hin in den Handel ausdehnen können. Diesem Bereich will ich mich dann in kommender Zeit stärker widmen.

Aus Sicht von Wildnissport haben wir uns außerdem intensiv mit den Produkt- und Preisportalen und Marktplätzen auseinander gesetzt. Sie lieben und hassen gelernt.

Als Aktien-Investor waren in diesem Jahr für mich folgende Dinge von Relevanz:

Die Abacho AG heißt nun MYHammer Holding AG und hat ihr Such und Infoportal Abacho an ECON verkauft. Man könnte also sagen, Operation gelungen Patient tot. Leider lässt Myhammer die von mir erwartete Dynamik im Bezug auf Verbreitung, Internationalisierung und Kursentwicklung vermissen.

Copernic Inc. hat zu Comamtech Inc. fusioniert: http://redir.ec/6udB Ist hier nun die Luft raus? Ich bin leider ratlos.

Enttäuschend ist für mich auch die Entwicklung bei HI-Media, allerdings könnte der von mir lang erwartete deutsche Markteintritt von Allopass ja die Wende bringen.

Hingegen war die Performance vieler anderer Internet-Werte ja ganz ordentlich, so hat United Internet zu alter Stärke zurück gefunden und konnte sich manchen klugen Investor glücklich machen. Auch die Zooplus-Story http://redir.ec/utK6 ist echt bemerkenswert.

Alles in allem ein bewegtes Jahr in dem die Höhen die Tiefen deutlich überwogen. So kann es weiter gehen.
Mal sehen, vieleicht bekomme ich die nächste Zeit ja noch einen Ausblick auf die Tasten.

Euch einen guten Start in Jahr und bleibt gesund.

Florian

Zalando

Thursday, November 18th, 2010

Wenige Internetunternehmen haben in Deutschland so schnell derartige Benkanntheit erlangt. Zalando braucht man fast niemandem mehr zu erklären. Obwohl Zalando ja mehr ist als ein ausschließlicher Schuhversender. Gut hat man das Sonderposten-Club Geschäft integriert. Und Textilen traut man sich auch bei Zalando zu bestellen.
Insgesamt erkennt man die Generalisten-Ansatz á la Amazon. Eigentlich nur noch eine Frage der Zeit das Zalando ein Marktplace-Model anbietet.

Wer sich also für den Geschäftserfolg von Zalando interessiert und auch die Risiken kritisch beäugt sollte folgende Blog´s auf jeden Fall gelesen haben: Exciting Commerce – Zalando

Mailorderportal.de – Zalando

und dort vielleicht mitdiskutieren.

Ich jedenfalls beobachte die Entwicklung weiterhin mit großer Spannung. Den vielfach erwarteten Exit an Amazon sehe ich allerdings nicht. Mit Tengelmann hat man eigentlich schon genug “altes” Geld an Bord, welches sich durchaus an diesem Web-Erfolg, egal wie teuer erkauft, erfreuen kann. Vielleicht wäre noch ein Börsengang möglich, allerdings wartet der Kapitalmarkt in Deutschland nicht wirklich auf Handels-AG´s.

Wir werden sehn.

Florian

myfab.com liefert

Tuesday, March 16th, 2010

Im November habe ich mir bei mayfab etwas bestellt. A. um festzustellen wie der Ablauf funktioniert ( Fertigungsverfolgung / Sendungsverfolgung / Kommunikation mit dem Kunden) und B. ob ein verwöhnter Mitteleuropäer wegen günstiger Bezugsmöglichkeiten auch mal 8-12 Wochen warten kann und ob sich so das Geschäftsmodell durchsetzen kann.

A. Der Informationsfluss in Sachen: ” Ware geht in die Fertigung, hier ein Bild von vor Ort etc. ” war dürftig. Die Sendungsverfolgung über die Website ist unübersichtlich und schwer intuitiv zu bedienen. Das die Ware dann zwei bis acht Wochen länger braucht als ursprünglich veranschlagt, erfährt durch das eingetretene Faktum der Nichtbelieferung. Erst Anfang Februar gibt es eine email die auf baldige Besserung Hoffnung macht. Insgesamt kein gutes Gefühl wenn das Geld bereits kurz nach der Bestellung eingezogen wird.

B. Wo wir auch schon beim Thema Gefühl sind. Ich hatte mich für ein Produkt entschieden welches etwa 60 % günstiger ist als ein vorgegebenes Markenprodukt auf dem europäischen Markt. Die Freude über den günstigen Einkaufpreis hielt nur etwa zwei Wochen. Dann schon hätte ich, wäre jemand gekommen und hätte mir gesagt: “sofort aber 50 % teurer”, das Angebot angenommen. Mittlerweile, also fast vier Monate nach meiner Bestellung stehe ich der für heute angekündigten Auslieferung fast gleichgültig gegenüber. In einem Land wo sonst fast alles schnell und relativ günstig verfügbar ist, wird myfab.com wohl eher ein Nischendasein führen. Es sei denn sie optimiern auch an Lieferwegen und Lieferorten. Ein Myfab für europäischen Fabrikverkauf hätte sicher Zukunft, wenn die Fabrikanten mitspielen.

Wunderbarer Beitrag zum Investment-Zeitgeist in Web-Unternehmen

Monday, December 14th, 2009

Wunderbar, heute konnte ich diesen folgenden Text bei Sekoratie.de finden, der prima das zum Ausdruck bringt, was ich schon immer mal schreiben wollte. Total verblendete EarlyBird-Strategien mit viel Tam-Tam und wenig nachhaltigem Ertragsmodell sind oft in den Medien zu finden. Leisetretende, fleißige Arbeitsbienen, die jeden Tag einen guten Job machen und dabei, clever und mit hoher Zuverlässigkeit, eprobte Geschäftsmodelle veredeln und dardurch Werte schöpfen, finden selten das Interesse von Redaktionen, Investoren und Financiers. Bis die Leisetreter sich dann Jahr um Jahr die Reste der gefallenen “Stars” einverleiben.
Hier gehts zum Beitrag: http://www.seokratie.de/081018/fernab-der-realitaet/
Viel Spaß beim Lesen.

Florian

Glühlampen gehamstert

Monday, August 24th, 2009

Ich gebe es zu, ich habe es getan. Wir haben ordentlich Glühlampen gehamstert. Ab dem 1. September soll es ja keine 100 Watt-Glühlampen und keine matten Ausführung der auch schwächern Glühlampen mehr im Handel geben. Deshalb haben wir für unseren Privaten-Lebensvorrat einige Euro´s in die Hand genommen und dieses klassische Leuchtmittel gekauft. In der öffentlichen Diskussion wird immer über die schlechte Lichtausbeute im Vergleich zur hohen Wärmeabgabe gesprochen. Diesem Sachverhalt kann ich durchaus folgen, lasse ihn allerdings nur für Lampen im Aussenbereich gelten. In meinen heimischen “vier Wänden” ist jede zusätzliche Wärmequelle hochwillkommen und reduziert den Bedarf an übrigen Brennstoffen die ich ansonsten zur Erwärmung des Haushalts verwende.
Ist dieser Sachverhalt eigentlich bei irgend jemanden anders?

Ebay gegen Amazon

Wednesday, June 24th, 2009

Seit vielen Jahren nutze, besuche und beobachte ich Ebay und Amazon. Anfangs hatte man den Eindruck Ebay hätte das erfolgreichere und clevere Geschäftsmodell. Ebay stellt den Marktplatz und die Besucher machen die Arbeit. Mit dem Ergebnis das es ganz gut rubelte. Amazon war da eher die fleißige Arbeitsbiene, die sich mit kleiner Marge bei hohem Handlingsaufwand zufrieden geben mußte.
Doch Amazon hat sich weiterentwickelt. Sortimentserweiterung in viele unterschiedliche Bereiche, dazu die Entwicklung eines Marktplatzes für gebrauchte Bücher und die Erweiterung der Marktplatzfunktion für Verkaufsprofis in angrenzenden Sortimentsbereichen. Dazu kommt dann noch der Dienstleistungssektor in Sachen Web-Services, mit dem Amazon seine Eigene Infrastruktur besser auslasten kann.
Bei Ebay hingegen erkenne ich keine große Gegenwehr. Die wichtigsten Handlanger neben den Kunden, die Powerseller, werden mit immer neuen Gebührenstrukturen und Anforderungen gegängelt. In Preissensibelen Bereichen machen sich die hohen Verkaufsgebühren besonders bemerkbar. Hier kann man oft nicht mehr über Ebay verkaufen, weil die Wettberwerbssituation im “Rest-Internet” tiefere Preise erfordert. Ich habe das Gefühl, Preissuchmaschinen und Amzon-Marktpaltz machen hier das Geschäft. Für Kunden wird es immer schwerer zu erkennen, wo die “E-Bay Vorteile” liegen.
Natürlich, mit Pay-Pal und Skype hat Ebay noch ziemlich spitze Pfeile im Köcher, aber warum geht man nicht offensiver gegen den Wettbewerber Amzon vor? Warum kaufe ich, und alle die ich kenne ihre Bücher bei Amzon? Warum kann ich auf Ebay keine Musik downloaden. Und warum organisiert Ebay nicht einen Supergünstigen Paketversand für seine Seller?
Man könnte noch weiter Fragen anführen, aber die Bentwortung obiger wäre mir am dringlichsten.

Wer wirbt mehr, Banken oder Automobilisten?

Wednesday, June 17th, 2009

In der aktuellen Krise stelle ich mir obige Frage. Warum? Weil ich die Berichterstattung in den werbefinanzierten Medien eher pro Finanzindustrie und gegen Automobilbau empfinde. Man spricht gern vom Größenwahn der Unternehmen aus dem Automobilbau: z.B. Scheffler/Conti oder Porsche/VW oder PS/Produktionskapazitäten und läßt dabei die Größe-Fokussierten und leichtfertig mit Zusagen umsichwerfenden Finanzinstitute ziemlich ungeschoren davon kommen.

Bei den Banken ist natürlich nur der andere Schuld. Der Ami im Allgemeinen, der zahlungsunfähige Häuslebauer wie geldgeile Investmentbanker im Besonderen und natürlich die weltweite Finanzkrise. Ach ja, und es fehlte natürlich auch noch an Regeln. Da ist es doch ganz klar, dass bei so viel unverschuldetem Unglück Hilfe von der allgemeinen Bürgergemeinschaft geleistet werden muß.

So jedenfalls kommen die Schwingungen aus dem Reich von Presse, Radio und TV bei mir an. Und daher stelle ich mir die Frage, hängt die eher nachsichtige Bankenberichterstattung mit den hohen Werbeausgaben der Finanzbranche zusammen? Denn von den Auto-Herstellern ist ja erstmal nicht viel Marketingrummel zu erwarten. Oder liege ich total falsch?